Dienstag, 04 Juni 2013 05:40

Die Kinder der Elefantenhüter

Prima aus Dänemark – eine philosophische Reise

Auf der Insel Finø im Skagerrak, dem „Meer der Möglichkeiten“, lebt Peter mit seiner Familie: Der Vater ist der Pastor der dänischen Insel, die Mutter hilft als versierte Bastlerin ihrem Gatten bei der Simulation biblischer Wunder (was doch etwas am kindlichen Urvertrauen in die Eltern gerüttelt hat), aber letztlich geht es doch vor allem um seine Schwester Tilte mit einer hohen sozialen Kompetenz und therapeutischer Ader. Als die Kinder ihren großen Bruder Hans in Kopenhagen besuchen, der in den Ferien als Droschkenkutscher für Touristen jobbt, klingelt das Handy. Auf dem Display steht der Name einer Bezirkspolitikerin, was selten Gutes verheißt. Tilte, Peter und Hans müssen erfahren, daß ihre Eltern offenbar von der Polizei beobachtet wurden und nun quasi vom Radar verschwunden sind. Angeblich zu ihrem eigenen Schutz sollen sich die Kinder nun in Untersuchungshaft begeben. Nun häufen sich die Fragen: Wie können sich Tilte und Peter dem langen Arm des Gesetzes entziehen, wo befinden sich ihre Eltern und was hat das bastelfreudige Pastorenpaar vor?

Auch wem die „Smilla“ zu kriminell und die anderen Romane des dänischen Bestsellerautors zu düster waren, kommt hier auf seine Kosten: Sanft schlägt im Herz dieses liebevoll, aber ironisch erzählten philosophischen Romans ein Krimiherz um die Handlung voranzutreiben, was Krimiverächtern nicht auffällt (es funktioniert eben auch ohne Mord und Totschlag), aber im Grunde geht es um mehr: Liebe, Geschwister, Tod, Religion und Fußball! Auf nach Finø!

Peter Høeg: Die Kinder des Elefantenhüters, Rowohlt TB

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Publiziert in Was wir lesen

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