Montag, 03 Juni 2013 06:14

Ein seltsamer Ort zum Sterben

Integration heißt gebraucht werden

Sheldon Horowitz hat ein Integrationsproblem. Im hohen Alter ist er zu seiner Enkelin nach Oslo gezogen: Nach dem Tod seiner Frau ist Rhea seine einzige lebende Verwandte, sein Sohn war vor Jahrzehnten im Vietnamkrieg gestorben und der alte Scharfschütze weiß nichts mit sich anzufangen. Schlagartig ändert sich das, als Freischärler aus dem Balkan in die Nachbarwohnung eindringen. Zwar gelingt es dem Ex-Marine nicht mehr die Nachbarin zu retten, schafft es aber, ihren Sohn in Sicherheit zu bringen und eine wilde Jagd beginnt. Ein letztes Mal kann der alte Kämpfer die Erfahrung seines ganzen Lebens einsetzen.

Ein Amerikaner in Norwegen, das trifft auch auf den Autor zu, der diese ironische Auseinandersetzung mit Alter und Tod zwischen skandinavischem Roman und Eastwoods Spätwerk geschaffen hat, schneller Krimi und weises Kino zugleich.

Derek B. Miller Ein seltsamer Ort zum sterben, rororo

Leseprobe

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Publiziert in Was wir lesen
Montag, 03 Juni 2013 06:14

Wolkenbruchs wunderliche Reise ...

Die erotische Parallelwelt

Wenn ein Student sich zu einer Studentin an seiner Hochschule hingezogen fühlt, muß das ja nicht unbedingt zu Problemen führen. Für den orthodoxen Juden Mordechai Wolkenbruch, der heimlich in eine Schickse, eine Nichtjüdin, verliebt ist, ist die Lage hingegen verzwickt: Wie soll er seiner Mutter beibringen, daß ihn die Heiratskandidatinnen, die der „mame“ auf beängstigende Weise ähneln, nicht interessieren? Schon sind wir mittendrin in der jüdischen Gemeinde von Zürich und in der jiddischen Sprache, die uns nach wenigen Seiten selbstverständlich vorkommt –Glossar wird mitgeliefert und hoffen mit Motti, daß er die Schickse in den engen „Hoisn“ näher kennenlernen wird.

Fast hätte der Autor für seinen lustigen, lehrreichen und lustvollen Roman den Schweizer Buchpreis bekommen, daß nun die Taschenbuchausgabe beim legendären Diogenes Verlag erschienen ist, betrachten wir auch als Auszeichung.

Halten Sie Ihr nostichl bereit und wenn Sie Ihren Jiddischkenntnissen nicht trauen, lassen Sie sich das Buch einfach vom Autoren vorlesen.

Thomas Meyer: Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse, Diogenes TB oder CD 2014

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